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Behandlung von Feigwarzen

Wie werden Feigwarzen behandelt?

Generell existiert keine Methode der 1. oder 2. Wahl. Welche Methode bevorzugt wird, hängt auch von der Erfahrung des einzelnen Arztes ab und ist auch abhängig von der Art und Ausdehnung der Warzen, wie z. B. Aussehen, Größe, Anzahl, Lokalisation, Alter des Patienten, vorausgehende Behandlungen, Immunstatus.

Wenn Feigwarzen nicht behandelt werden, können sich diese immer weiter über den Genital- und Analbereich ausdehnen. Einzelne Feigwarzen können darüber hinaus auch eine Größe von mehreren Zentimetern Durchmesser erreichen. Bei einer Nicht-Behandlung wird mit fortschreitender Zeit zudem das Risiko einer Übertragung auf andere Personen immer größer.

Medikamentöse Therapie:

Es gibt heute medikamentöse Behandlungen, die die körpereigene Immunabwehr stärken. Sie haben den Vorteil, dass sie die eigentliche Ursache der Warzenbildung, nämlich die Virusinfektion bekämpfen. Dadurch wird ein Wiederauftreten der Warzen wirkungsvoll verhindert.

Imiquimod
Der Patient trägt den Wirkstoff (in einer Creme) zu Hause selbst auf. Imiquimod zerstört die Warzen nicht direkt, sondern wirkt über eine Aktivierung der lokalen Immunabwehr, so dass letztlich nicht nur die Warzen sondern auch die verursachenden Viren angegriffen werden. Gesunde Haut wird durch Imiquimod nicht beeinflusst. Durch die Aktivierung der Immunabwehr kommt es oft zu (gewünschten) lokalen Begleiterscheinungen wie Rötung und Brennen, die ein Zeichen für den einsetzenden Therapieerfolg sind.

Weitere Medikamente werden wie chirurgische Verfahren dazu benutzt, die sichtbaren Warzen im Genitalbereich zu entfernen ohne die Ursache für die Warzenbildung zu bekämpfen.

Podophyllotoxin und Podophyllin
sind chemische Verbindungen, die auf die Warzenoberfläche aufgebracht werden können. Podophyllotoxin kann vom Patienten selbst angewandt werden, während Podophyllin verhältnismäßig stark ätzend ist und nur vom Arzt aufgetragen werden darf. Außerdem wird seit einiger Zeit aufgrund des krebserregenden Potenzials von der Therapie mit Podophyllin abgeraten. Häufige Nebenwirkungen sind lokale Reizungen, teilweise stechende Schmerzen. Gesunde Haut wird durch den Wirkstoff ebenfalls geschädigt.

Trichloressigsäure (TCA)
ist eine weitere chemische Verbindung, die ebenfalls vom Arzt auf die Warzenoberfläche aufgebracht werden kann. Manchmal sind mehrere Anwendungen notwendig. Die Wirksamkeit ist nicht gut belegt. Da es sich um ein chemodestruktives Verfahren handelt kann es sehr schmerzhaft sein. Die Behandlung sollte beim Arzt durchgeführt werden, um größere Schäden an der gesunden Haut zu vermeiden.

Operative Behandlung:

Die Kältetherapie
(Gefrierbehandlung der Warzen) ist in vielen Fällen eine erfolgreiche Behandlungsform. Sie entfernt die Warzen, erfordert aber in der Regel mehrere Arztbesuche.

Die Elektrokauterisation
(Entfernung des infizierten Gewebes mit einer Schlinge unter Anwendung von Hitze) ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit, die von manchen Ärzten angewandt wird. Ein Nachteil ist die Verbreitung der Viren im aufsteigenden Rauch.

Die Lasertherapie
(Verwendung eines intensiven Lichts zur Zerstörung der Warzen) ist ein Verfahren, das vor allem bei komplizierten Fällen verwendet wird. Nachteile des Verfahrens sind hohe Kosten, eine oftmals lange Wundheilungszeit und die Gefahr der Verbreitung der Viren.

Die operativen Behandlungen sind in der Regel schmerzhaft und erfordern eine Betäubung des zu behandelnden Hautareals. Chirurgische Verfahren können dazu führen, dass im behandelten Gebiet Narben entstehen.

Operative Behandlung in Verbindung mit medikamentöser Therapie:

Imiquimod (siehe oben)
Eine Nachbehandlung der operativ entfernten Warzen mit Imiquimod sorgt dafür, dass die noch vorhandenen Viren bekämpft werden. Damit wird das Risiko verringert, dass sich die Warzen erneut bilden können (Rezidivprophylaxe).

Interferon
Das Medikament Interferon wird als Gel nach der operativen Entfernung zur Rezidivprophylaxe auf die Haut aufgetragen. Es dient zur unterstützenden Behandlung bei kleinen Warzen bis 3 mm Durchmesser.

Tabelle 1: Übersicht über die Behandlungsmöglichkeiten von Feigwarzen

Therapie Viren werden bekämpft Warze wird bekämpft
Imiquimod ja ja
Interferon ja ja
Podophyllin nein ja
Podophyllotoxin nein ja
Operative Behandlung nein ja
Ein Mann und eine Frau im Bett
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